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Die Gründung von Tambours Have

Der Gründer der Gartenanlage Tambours Have im Ort Sig nahe Varde, Gerhard Tambour, beschrieb sein Garten in dieser bildreichen Sprache.

Der Gründer pachtete in 1939 ein Stück Natur nahe des Sees Karlsgaarde am östlichem Ende, dort wo der Kanal mit den Wassern der Grindsted und Holme Au in den See münden.

Das Interesse an Jagd und Fischerei samt dem Aufenhalt in der schönen Natur veranlasste den Schneider im Jahre 1942 das erste Fleckchen Erde käuflich zu erwerben, ein kleines

Sommerhäuschen zu errichten und auf besondere Aufforderung der Ehefrau einen kleinen Garten anzulegen.
Die Rede war von einem kleinen Obst-und Gemüsegarten. Gerhard Tambour krempelte die Ärmel auf und machte sich ans Werk in einem Fachgebiet, mit dem Er sich noch nie beschäftigt hatte.

50er Jahre

Mitte der 50er Jahre kaufte er die Fundamentfelsen einer niedergebrannten Stallung des Gutes Nörholm. Tambour hatte die Vorstellung die Grundsteine für den Bau von Sommerhäusern an der Westküste zu nutzen, dafür wurde eine Ecke des Garten zum Zwischenlager umfunktioniert. Letzlich entstand hieraus jedoch die prächtigen Steingartenanlagen, wie wir sie heute vorfinden.

Küchengarten und Obstanlage wurden gerodet und durch eine Rasenanlage ersetzt, gewiss um die Gartenarbeit zu erleichtern, da der Transport der Produkte nach Esbjerg unrentabel wurde. So entstand die gegenwärtige Anlage ums Haus. Tambour war jedoch nicht zufrieden. Neue Ideen müste realisiert werden. Zum Besitzer des attraktiven Nachbargrundstüches wurde zwecks Kaufvertrag Kontakt aufgenommen. Der bezitzer war ein guter bekanter von Tambour.

60er und 70er Jahre

Die Gartenanlage konnte nun längs des gegrabenen Kanals und zu Beginn der 60er Jahre um den Geografischen Garten erweitert werden. Die Idee, Planzen aus verschiedenen Erdteilen in separaten Abteilungen zu präsentierem, wurde verwirklicht. Hier sind Asien, Europa, Russland und Amerika zu finden.

Zu diesem Zeitpunkt wurde der Garten auch einen grösserem Publikum bekannt. Die Menschen kamen zum Schauen und um das Thema Gartenkultur zu diskutieren. Jedermann konnte sich erkenntlich zeigen und sein Scherflein in eine bereitgestellte Zigarrenkiste legen und ermöglichete dadurch weitere Pflanzenkäufe.


Mittlerweile waren nicht nur Kleinbeträge in die Gartenanlage investiert. Eine Reise nach Thailand veränderte die Pläne zur Erweiterung um eine Sumpfanlage zu einem japanosch inspirierten Garten. Ein See wurde ausgehoben und einezirkuläre Steinsetzung trug mit dazu bei, den Garten in unterschiedlichen Ebenen mit Rundwegen um den See begehbar zu machen. Dieser Teil wurde mit Pflanzen des Ostens bepflanzt. Danach begann die Planung für einen Kräuter- und Heilpflanzengarten. Fertigstellung 1975.

Es dauerte jedoch nicht mehr lange, bis eine Krankheit dem Wirken des eifrigen Gärtners ein Ende setzte. Gerhard Tambour verstab im Jahre 1978.

In den Wenigen Jahren der Krankheit verfiel der Garten zunehmend. Die Gemeinde Helle erwarb das Kleinod 1979. die Gartenanlage wurde wieder gereinigt, mit überdachten Sitzplatz für 50 Gäste versehen und Lagerräume für Maschinen und Gerät samt Baumaterialien erstellt.

90er bis zur heutigen Zeit

Erst in den 90er Jahren wurde eine kleine Instandsetzung einzelner Beete unumgänglich, derunter fiel auch die Erweiterung des Stauden beetes. Nach 1995 wurden grössere Instandsetzung in Angriff genommen.

Im sogenannten Langgarten wurde eine Anlage für Moorbeetpflanzen mit u.a. Rhododendron, Astilben und Hosta geschaffen. Die Beetbepflanzung mit Vogelschutz und- nährgehölzen. Eingestreute Nischenpläntze ermöglichen den Ausblick auf den Garten, den Kanal und der Vogelwelt.

Wasserfall und See sind  von einer Irissamlung von Tove Noergaard, Nyborg eingerahmt. Die Samlung besteht aus ca. 250 verschiedenen Iris. Im Japangarten sind die Insel und weitere grössere Partien mit verschiedenartigen Azaleen und Rhododendron neu bepflanzt. See und Uferbereiche werden sauber gehalten mit Hilfe eines künstlich angelegten Bachlaufes mit Verrieeselung durch Kiesel aus Norwegen. Am Japanhaus sind Schutzplätze mit Aussicht auf die Insel im See.

Im Geografischen Garten ist die Rosenanlage erneuert. Hier ist auch die „Grundgesetz-Eiche“ zu finden, die anlässlich der 150 Jahr Feier des neue dänischen Grundgesetzes am 5. juni 1999 gepflanzt wurde.

Ein Pavillon bietet hier Platz für ca. 50 Personen zur Einnahme der Speisen.
Im jedem Jahr finden Planzenausstellungen und andere Veranstaltungen statt. Eine Übersicht kann der angeforderten Broschüre beigelegt werden.

Die Gartenanlage ist geeignet für Vereinausflüge und Touristenbesuche. Sie wird Jährlich von ca. 20.000 Gästen besucht. Wir verkaufen Kaffe und Kuchen, Eis und andere Getränke. Zimmerpflanzen, Stauden und Sommer blumen können auch erworben werden. Das mitgebrachte Picknick etc, kann hier eingenommen werden. Dies ist die Historie des Gartens mit Beiträgen aus den Aufzeichnungen aus Tambours Notizen und dem Beitrag des Personals.

Wir sind 4 personen, die sich um Ihr Wohl und die des Gartens kümmern. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.